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ERKLÄRUNG

"Wir Historiker können ja die Toten nicht zum Leben erwecken und sie auf unsere Couch setzen."
Sir Ernst Gombrich (1909-2001)

"Einige Wissenschaftler, das wissen wir, sind über ihr Werk hinaus nicht besonders interessant – sie sind ihr Werk."
Hans Belting (geb. 1935), Dumbarton Oaks Papers, 1991

"Alles hat ein Ende, sogar das Vernachlässigen."
Leo Steinberg, Einleitung zum Nachdruck seiner Dissertation von 1960

"Der Kunsthistoriker wird über kurz oder lang verschwinden. Der Verlust läßt sich verschmerzen, das werden Sie zugeben."
Giovanni Morelli, Italian Painters: Critical Studies of Their Works

"In den Vereinigten Staaten ist es weitgehend so, daß Leichenbestatter und Museumskurator beinahe gleichzeitig eintreffen."
John Walker, Self Portrait with Donors, 1974

EINLEITUNG Biographische und methodologische Informationen über Kunsthistoriker sind oft schwer zu finden. Sie sind versteckt in schwer zugänglichen Nachrufen oder Festschriftenin fremden Sprachen, und so bleibt meist verborgen, wo ein Kunsthistoriker ausgebildet wurde, wer ihn beeinflußte, ja sogar was seine methodologischen Prämissen waren. Diese Datenbank will Forschern als Ausgangspunkt für ihre Arbeit zum Hintergrund wichtiger Kunsthistoriker der westlichen Kunstgeschichte dienen.
INHALT Dieses Wörterbuch ist eine Zusammenstellung von Kunsthistorikern, die in wichtigen kunstgeschichtlichen Überblickswerken genannt werden. Weitere Namen wurden hinzugefügt, um im Hinblick auf Geschlecht und andere Kategorien den nötigen Ausgleich zu schaffen. Die hier aufgeführten Historiker sind diejenigen, die von den Autoren der genannten Überblickswerke ausgewählt wurden, also normalerweise nicht vom Herausgeber. Diese Seite soll kein Who is Who für Kunsthistoriker sein (das gibt es bereits). Bitte beachten Sie, daß das Wörterbuch der Kunsthistoriker ein Work in Progress ist; wenn ein Eintrag neben dem Namen nicht viel enthält, ist er noch in Arbeit.
PROJEKTGESCHICHTE Die Arbeit am Wörterbuch der Kunsthistoriker begann im Herbst 1986 mit der Erarbeitung eines Registers der in Eugene Kleinbauers Research Guide to the History of Western Art (1982) und seinen Modern Perspectives in Western Art History (1971) erwähnten Historiker – keines dieser Werke enthielt ein ausführliches Register. Heinrich Dillys Kunstgeschichte als Institution (1979) und Teile von Kultermanns Geschichte der Kunstgeschichte (1966) [letzteres lag damals nur auf Deutsch vor] wurden dann hinzugefügt. Die Arbeit ruhte für einige Jahre in der damaligen Kartenform. In der Zwischenzeit erschienen zahllose neue oder nachgedruckte kunstgeschichtliche Historiographien. 1996 wurden die Karten in ein elektronisches Format übertragen.  
HERAUSGEBER Lee Sorensen, der Herausgeber, absolvierte seine weiterführende akademische Ausbildung in Kunstgeschichte und Bibliothekswissenschaften an der University of Chicago. Zu seinen Veröffentlichungen gehören “Art Bibliographies: A Survey of their Development, 1595-1821” Library Quarterly 56 (Januar 1986): 31-55 und die Einträge “Art Catalogs and Cataloging” im Dictionary of Art (1996) IV: 20-29. Er war Sachbearbeiter für Kunsthistoriker für das Cambridge Dictionary of American Biography (1994) und war zwei Amtszeiten lang Vorstandsmitglied der Art Libraries Society of North America (1996-98). Er war von 1998-99 Internetbeauftragter dieser Organisation. Seit nunmehr zwanzig Jahren ist er Fachreferent für Kunstgeschichte an Duke University. Seit 2004 ist er Beiratsmitglied für das Dictionary of Art (Oxford University Press).

BELGISCHE UND NIEDERLÄNDISCHE
HISTORIKER

Monique Daniels (MD) schreibt seit 2000 Einträge zu niederländischen und belgischen Kunsthistorikern. Sie studierte Kunstgeschichte an der Katholischen Universität im belgischen Louvain und spatter an der Universität Leiden in den Niederlanden. Dort schloß sie 1983 ihr Studium ab. Ihre Schwerpunkte sind niederländische und flämische Kunst und Architektur des Mittelalters sowie die Kunst des 16. Jahrhunderts und des niederländischen Goldenen Zeitalters. Sie arbeitete viele Jahre lang für das Städtische Kunstmuseum in Leiden und als Dozent am Nasher Museum of Art, Duke University.
WEITERE MITARBEITER Clare Counihan, Studentin der Duke University, erfaßte die ursprünglichen Karteikarten elektronisch. Jennifer “Gigi” Dillion, damals Graduate Studentin am Kunstgeschichtlichen Seminar in Duke, legte im Sommer 1998 die Register an. Sie ist verantwortlich für die Einträge zu Bazins Histoire de l'histoire de l'art. Craig Pepin, damals Doktorand der Geschichte in Duke, erarbeitete das Register zu Archäologenbildnisse. Lanitra Walker, ebenfalls Graduate Studentin in der Kunstgeschichte, schrieb die mit LMW bezeichneten Einträge. Neil Stratford (q.v.) beriet den Herausgeber zu Fragen mittelalterlicher Biographien.
DANKSAGUNG Antje Lemke stellte Dateien und Ermutigung zur Verfügung, die dem Herausgeber sonst nicht zugänglich gewesen wären. Mitglieder von ARLIS (Art Libraries Society) geben weiterhin wichtige Hinweise zu inhaltlichen Veränderungen, ohne dafür eigens genannt zu werden. Robert Woodman Wadsworth (University of Chicago Libraries and Library School) etablierte den bibliographischen Standard, dem diese Arbeit folgt. Len Klekner wies den Herausgeber erstmals – als beide noch studierten – darauf hin, inwiefern die geistige Herkunft von Kunsthistorikern untrennbar mit ihrem Leben und ihrer Erziehung verbunden ist. A. Craig Hawbaker, Bibliothekar an der University of the Pacific, beeinflußte mich in meinem Beruf und meinem persönlichen Leben aufs Tiefste. Max Marmor, derzeit Präsident der Kress Foundation, half mir vor vielen Jahren durch seine berufliche Erfahrung, dieses Projekt zu entwerfen. Familien und Freude einzelner Wissenschaftler haben vieles Wichtige beigetragen.

Kommentare zum Dictionary of Art Historians sind herzlich willkommen. Bitte schreiben Sie an LSLILLY@duke.edu